Die Pathophysiologie der Mukoviszidose

  • Donaldson S
  • Boucher R
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Die Aufklärung der an der Entstehung der Lungenerkrankung bei Mukoviszidose (cystischer Fibrose, CF) beteiligten Mechanismen gehört zu den seit einiger Zeit verfolgten Zielen. Dank Klonierung des CFTR (Cystische Fibrose Transmembran Regulator)-Gens und weiterer Fortschritte in der Erforschung der Biologie des Atemwegspithels können wir uns heute ein viel klareres Bild von der Pathophysiologie dieser Erkrankung machen. Die besten, uns derzeit verfügbaren Belege deuten darauf hin, dass es sich bei dem ursächlichen Defekt um eine Fehlregulation des Ionentransports handelt, der zu einer Verringerung der Atemwegsflüssigkeit, d.h. zu Dehydratation, und einer damit verbundenen Störung der Mucusclearance führt. Der Sekretstau wiederum macht die Lunge von CF-Patienten anfällig für bakterielle Infektionen, die aufgrund der Beschaffenheit der bei CF auftretenden Sekrete schnell chronisch werden. Die durch diese chronischen Infekte ausgelöste, persistierende neutrophile Entzündungsreaktion verursacht eine progressive und dauerhafte Schädigung der Atemwege, so dass es im Endstadium der Lungenerkrankung bei CF-Patienten häufig zu Bronchiektasen und Atemversagen kommt. Die Entwicklung neuer Therapien zur Behandlung des krankheitsursächlichen Defekts der Atemwegsdehydratation weckt Hoffnungen, dass sich diese Ereigniskaskade möglicherweise verhindern lässt.

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Donaldson, S. H., & Boucher, R. C. (2007). Die Pathophysiologie der Mukoviszidose. Annales Nestlé (Deutsche Ausg.), 64(3), 103–111. https://doi.org/10.1159/000107639

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