Abstract
Verletzungen des thorakolumbalen Übergangs resultieren im Wesentlichen aus Kompression, Flexion/Distraktion und Torsion. Kompression und Torsion führen überwiegend zu knöchernen Verletzungen, Flexion, Distraktion und Seitneigung v. a. zu ligamentären Instabilitäten. Der Terminus physikalische Instabilität der Wirbelsäule ist aus klinisch-medizinischer Sicht für die Zustandsbeschreibung von thorakolumbalen Verletzungen als relativ einzustufen. Als allgemeiner Instabilitätsbegriff hat sich folgende Definition als vorteilhaft erwiesen: Verlust der Wirbelsäule, ihre physiologischen Aufgaben wie Transfer von Lasten und Momenten, Bewegungsmöglichkeit sowie Schutz der neurogenen Strukturen zu übernehmen. Eine Quantifizierung der Instabilität einer einzelnen Verletzung ist nicht praktikabel, radiologische Kriterien dienen zur Präzisierung der korporalen oder segmentalen Instabilität. Grundlage der Bewertung sind radiomorphologische Kriterien. Zu ihrer vollständiger Erfassung sind Nativaufnahmen in 2 Ebenen und eine Computertomographie abzuleisten, teilweise sind funktionsdiagnostische Maßnahmen erforderlich.
Cite
CITATION STYLE
Arand, M., & Kinzl, L. (2005). Pathomechanik der thorakolumbalen Verletzung. Trauma Und Berufskrankheit, 7(S02), S340–S344. https://doi.org/10.1007/s10039-004-0981-7
Register to see more suggestions
Mendeley helps you to discover research relevant for your work.