Abstract
Einfluss des Schulrucksack-gewichtes bei Grundschul-kindern: Gang, Muskelaktivität, Haltung und Stabilität Hintergrund In den vergangenen Jahren nahmen Rückenschmerzen und Fehlhaltungen bei Kindern und Jugendlichen zu [4]. Als Ursachen werden u. a. eine geringe körperliche Aktivität und das tägliche Tragen eines Schulrucksacks angenom-men [15]. Die generelle Empfehlung für das Maximalgewicht eines Schul-rucksacks liegt bei 10-15 % des Kör-pergewichts [17], was bei Messungen in der Mehrheit der Studien deutlich überschritten wurde. Cavallo et al. stell-ten fest, dass mehr als ein Viertel der Schülerinnen einer vierten Klasse einen Rucksack mit mehr als 15 % des Kör-pergewichts trugen [5], während andere Studien sogar von einer durchschnittli-chen Rucksackbelastung von über 20 % des eigenen Körpergewichts ausgingen [17, 29]. Neben Rückenschmerzen können auch eine gestörte Schulterhaltung, Fehl-kontrolle des Gleichgewichts sowie Wir-belsäulendeformitäten mit der Belastung durch den Schulrucksack bei Jugendli-chen einhergehen, was sich wiederum auf das Gangbild auswirken könnte [9, 16, 24, 25]. Obwohl das Thema des Tragens eines Schulrucksacks seit langem von wissen-schaftlichem Interesse ist und die Traglast biomechanische Anpassungen in Rücken und Körperhaltung bewirkt [17], konn-te eine Kausalität für das Auftreten von Rückenschmerzen bisher nicht eindeutig belegt werden [32, 34]. Ziel der vorliegenden prospektiven Studie war es, den Einfluss einer Ruck-sacklast auf das Gangbild, die Mus-kelaktivität und die Standstabilität bei gesunden Grundschulkindern zu unter-suchen.
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Kohn, D., & Ewerbeck, V. (2016). Der Orthopäde. Der Orthopäde, 45(6), 469–469. https://doi.org/10.1007/s00132-016-3284-3
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