Abstract
Zur Darstellung und Wirkung von Schönheitsoperationen im Fernsehen Constanze Rossmann / Hans-Bernd Brosius Schönheitsoperationen stehen seit mehreren Jahren im öffentlichen Interesse. Die Zahl der Eingriffe hat deutlich zugenommen und mit der zunehmenden Berichterstattung des Fernsehens eine öffentliche Debatte über Schönheitsoperationen entfacht. Von der Kul-tivierungshypothese ausgehend untersucht die vorliegende Studie in einem Mehrmetho-dendesign, welches Bild die Boulevardformate des Fernsehens (v. a. Magazinsendungen und Reality-Soaps) von Schönheitsoperationen zeichnen (quantitative Inhaltsanalyse) und welchen Einfluss diese auf Realitätswahrnehmung, Einstellung und Handlungsbe-reitschaft der Zuschauer haben (Befragung, Laborexperiment). So zeigt sich, dass die Me-dienrealität bei Schönheitsoperationen deutlich von der tatsächlichen Realität abweicht, vor allem was Brustvergrößerungen betrifft. Dabei zeichnet das Fernsehen insgesamt ein positives Bild. Schöne Menschen wie du und ich werden noch schöner. Sowohl Experiment als auch Befragung zeigen, dass dies die Wahrnehmung von Schönheitsoperationen beeinflusst. Auf der Einstellungsebene sind nur bei den Vielsehern der Reality-Soap "Beautyklinik" signifikante Zusammenhänge zu beobachten: Je mehr die Befragten die Sendung sahen, desto positiver standen sie Schönheitsoperationen gegenüber und desto eher waren sie selbst bereit, sich einer solchen Operation zu unterziehen.
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Rossmann, C., & Brosius, H.-B. (2005). Vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan? Zur Darstellung und Wirkung von Schönheitsoperationen im. Medien & Kommunikationswissenschaft, 53(4), 507–532. https://doi.org/10.5771/1615-634x-2005-4-507
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