Abstract
Zusammenfassung In Organisationen gibt es immer mehr Anlässe, in denen hierarchische Weisungsbefug-nisse nicht mehr zur Verfügung stehen. Hier greift das Konzept des Lateralen Führens, mit dem Verständigungsprozesse organisiert, Machtarenen gebildet und Vertrauens-beziehungen gefördert werden können. Der Artikel zeigt, wie Verständigung, Macht und Vertrauen in Organisationen ineinandergreifen, welche Wechselbeziehungen mit der Formalstruktur der Organisation bestehen und wie in Veränderungsprozessen von Lateraler Führung profitieren können. Die Selbstverständlichkeit, mit der die Hierarchie in Unternehmen, Verwaltungen und Verbänden akzeptiert wurde, scheint schon seit längerer Zeit dahin zu sein. Relevante Informationen fallen häufig nicht nur an der Spitze, sondern in den verschiedensten Berei-chen der Organisation an. Diese Informationen können trotz mehr oder minder effektiver Managementinformationssysteme nicht alle nach oben weitergereicht und dort bearbeitet werden. Deswegen wird darauf gesetzt, dass selbst komplexe Probleme relativ weit unten in der Organisation bearbeitet werden-auch mit der Hoffnung, dass darüber die Qualität der Entscheidungen verbessert werden kann. Natürlich wäre es naiv, Hierarchie insgesamt als ein auslaufendes Modell zu beschrei-ben oder gar davon auszugehen, dass Hierarchien abgerissen, auseinandergebaut und zer-stückelt werden. Man kann mit guten Gründen davon ausgehen, dass es, solange es Orga-nisationen gibt, auch Hierarchien geben wird. Aber der Eindruck gerade von Managern,
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Kühl, S. (2016). Führen ohne Hierarchie: Macht, Vertrauen und Verständigung im Konzept des Lateralen Führens. In Führen in ungewissen Zeiten (pp. 251–264). Springer Fachmedien Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-11227-1_16
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