Abstract
Ob, inwiefern und warum man von einer zunehmenden Politisierung internationaler Institutionen sprechen kann, wird intensiv diskutiert. Der vorliegende Beitrag willdiese Diskussion anhand des Beispiels der G8 empirisch unterfüttern. Dabei wird deutlich, dass im Gegensatz zu jüngeren Vermutungen, dass vor allem Prozesse derTrans- und der Supranationalisierung zu Politisierung führten, sich gerade die G8 als intergouvernementale Institution Legitimationsanforderungen und Prozessen derPolitisierung ausgesetzt sieht. Trans- und Supranationalisierung sind also keine hinreichendeErklärung für die Politisierung internationaler Institutionen; andere Faktoren wie die Symbolhaftigkeit und die Übersichtlichkeit einer Institution sowie ihrediskursiv vermittelte Allzuständigkeit müssen in Rechnung gestellt werden.
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Nonhoff, M., Gronau, J., Nullmeier, F., & Schneider, S. (2009). Zur Politisierung internationaler Institutionen. Der Fall G8. Zeitschrift Für Internationale Beziehungen, 16(2), 237–267. https://doi.org/10.5771/0946-7165-2009-2-237
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