Abstract
Die Intensivierung der Biomassenutzung als Energie- und Rohstoffträgerführt zunehmend zu Nutzungskonflikten insbesondere im Hinblick auf dieSicherstellung einer ausreichenden Nahrungsmittelversorgung. Vor diesemHintergrund ist es wichtig, vor allem solche Biomasse-Ressourcen möglichsteffizient zu nutzen, die für eine unmittelbare Nahrungsmittelversorgung nichtin Frage kommen. Neben den biogenen Reststoffen aus der Land- undForstwirtschaft und den Kommunen, spielen hierbei auch die biogenenReststoffe aus der Lebensmittelindustrie eine wichtige Rolle. Obwohl diesevereinzelt bereits jetzt für biotechnische Zwecke genutzt werden, gibt esbisher nur wenige Kenntnisse darüber, ob und in welchem Umfang dieseReststoffe auch systematisch z.B. im Rahmen regionaler Bioraffineriekonzeptegenutzt werden können. Ähnliches gilt auch für biogene Reststoffe,die aus der Biotechnik-Industrie stammen. Unabdingbare Voraussetzung fürsolche weiter gehenden Nutzungskonzepte ist es aber – und dies war dasZiel des hier durchgeführten Forschungsvorhabens – zunächst dasbranchenspezifische Aufkommen und die aktuelle Verwertung vonReststoffen aus der Nahrungs-, Genussmittel- und Biotechnik-Industrie inDeutschland genauer zu erfassen und zu bewerten. Die Datenerhebungerfolgte dabei sowohl durch Firmenbefragungen als auch durch indirekteAbschätzung von produktionsspezifischen Reststoffmengen....
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Gaida, B., Schüttmann, I., Mahro, B., & Zorn, H. (2012). Bestandsaufnahme zum biogenen Reststoffpotenzial der deutschen Lebensmittel‐ und Biotechnik‐Industrie. Chemie Ingenieur Technik, 84(8), 1191–1191. https://doi.org/10.1002/cite.201250208
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