Abstract
Städte sind „in“ – nicht nur die neue „Lust auf Stadt“, d. h. die vielfach diagnostizierte Vorliebe für ein urbanes Leben, bezeugt heute die selbstverständliche, wenn nicht sogar zunehmende Bedeutung des Städtischen im Lebensalltag. Gleichzeitig – und diese Feststellung scheinbar konterkarierend – wird im Wissenschaftsdiskurs heute aber auch die Frage immer lauter, ob sich die Stadt bzw. das Städtische überhaupt noch bestimmen lassen. Vor dem Hintergrund einer verstärkten Mobilität vieler Menschen, einer Internationalisierung von Produktion und Kommunikation, ja einer oftmals konstatierten „Weltverstädterungstendenz“ scheint sich die Besonderheit städtischer Strukturen, Kulturen und/oder Lebenspraktiken heute aufzulösen. Aber ist die Stadt bzw. das Städtische – und damit auch der Gegenstand der Stadtsoziologie – tatsächlich am Verschwinden ? Ausgehend von den Beiträgen der Jahrestagung der Sektion „Stadt- und Regionalsoziologie“ in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie im Jahr 2009 greift der vorliegende Band diese Fragestellung auf. Näher eingegangen wird dabei nicht nur auf grundlegende Entwicklungslinien der Stadt(soziologie), sondern vor allem auch auf sich heute (neu) stellende, stadtspezifische Forschungsfragen, und -ansätze.
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Die Besonderheit des Städtischen. (2011). Die Besonderheit des Städtischen. VS Verlag für Sozialwissenschaften. https://doi.org/10.1007/978-3-531-93338-2
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