Abstract
Spätestens seit der 1986 von Hans Tietgens in seiner Studie "Erwachsenenbildung als Suchbewegung" diagnostizierten fundamentalen Begründung der Erwachsenenbil-dung aus der Biografie der Erwachsenen ist die Biografieforschung eine der relevan-ten Forschungszweige zum Lehren und Lernen und damit zur Bildung Erwachsener. Ihre Diskussion begleitet alle Etappen dieser Zeitschrift: angefangen mit Peter Alheits Artikel über die Biographieforschung in der Erwachsenenbildung (1984) über die Themenhefte Biographieforschung und biographisches Lernen (1996) und Biographie und Bildung (2008) bis zu dem vorliegenden Heft der nunmehr unter dem erziehungswissenschaftlich programmatischen Namen stehenden Zeitschrift für Weiterbildungsforschung. Abzulesen sind bereits an den Titeln dieser Schwerpunkte wesentliche Entwicklungslinien im Verhältnis von Biografie und Erwachsenenbil-dung. Es kennzeichnet die zunehmende Verwissenschaftlichung der Erwachsenen-/ Weiterbildung und der Reflexion über sie, dass die Biografieforschung schrittweise stärker auf die Erwachsenen-/Weiterbildung als einen disziplinären Zusammenhang von Theorieentwicklung und Feldforschung bezogen wird. Die Biografieforschung thematisiert inzwischen nicht nur den Prozess des Indivi-duums, das sich unter den Bedingungen moderner Gesellschaften im gesamten Ver-lauf seines Lebens bildet und-fokussierter dann-den einzelnen Erwachsenen als Teilnehmenden an Veranstaltungen der organisierten Erwachsenenbildung. Sie hat inzwischen auch die Felder von Profession/Professionalität einerseits und Organisa
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Kade, J., & Nolda, S. (2015). Lernen im Kontext von Biografie und Lebenslauf. Zeitschrift Für Weiterbildungsforschung, 38(1), 3–5. https://doi.org/10.1007/s40955-015-0014-0
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