Abstract
Stürze ereignen sich vor allem bei Patienten nach Schlaganfall, bei Morbus Parkinson und bei vestibulären Störungen. Neben dem hohen Risiko von Frakturen führen sie bei den Betroffenen zu verminderter Aktivität und sozialem Rückzug, und damit zu einer Beeinträchtigung der Teilhabe. Die wesentlichen Ursachen für Stürze liegen in posturaler Instabilität und Einschränkungen der Gehfähigkeit, aber auch in der Fallangst. Zusätzlich korrelieren Fallangst und die Häufigkeit von Stürzen hoch mit der Diagnose Depression. Angst selbst vermindert posturale Stabilität. Die Erfahrung von Stürzen erhöht die Fallangst. Hier entsteht bei den Betroffenen rasch ein Circulus vitiosus. Diese Spirale der Verschlechterung wird zu einem schweren Hindernis für die Gehfähigkeit und Mobilität. Sturzprävention ist daher eine vorrangige therapeutische Aufgabe. Dieser Artikel stellt klar, wie wichtig ein interdisziplinärer Ansatz zur Reduktion der Fallangst ist.
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Scholler, I., Pott, C., & Fries, W. (2010). Gehen und Fallangst. Neuroreha, 2(01), 20–27. https://doi.org/10.1055/s-0030-1248713
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