Abstract
Der Artikel rekonstruiert und kommentiert die Versuche der US-amerikanischen Sozialtheoretiker Stephen P. Turner und Theodore R. Schatzki, den Status von ‚kollektivem mentalem Wissen‘ in kulturtheoretischen Handlungserklärungen zu klären. Ausgangspunkt ist Turners Kritik am unreflektierten ‚Mentalismus‘ vieler kulturtheoretischer Handlungserklärungen und seine Empfehlung eines Quasi-Behaviorismus als Gegenmodell. Foucaults und Geertz‘ ‚Kultur als Text’-Ansätze und Schatzkis post-wittgensteinianische Praxistheorie werden als zwei theoretische Alternativen eingeführt, die mentalismuskritisch ausgerichtet sind und dennoch auf verschiedene Weise übersubjektive Wissensordnungen zur Handlungserklärung heranziehen. Grundsätzlich wird dabei Schatzkis Modell gegen Turner und Foucault/Geertz unterstützt, allerdings wird für eine Revision des Anti-Kausalismus in Schatzkis post-wittgensteinianischem Ansatz plädiert.
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Reckwitz, A. (2000). Der Status des ‚Mentalen‘ in kulturtheoretischen Handlungserklärungen. Zeitschrift Für Soziologie, 29(3), 167–185. https://doi.org/10.1515/zfsoz-2000-0301
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