Prekarisierung im Lebenszusammenhang – Bewegung in den Geschlechterarrangements?

  • Klenner C
  • Pfahl S
  • Neukirch S
  • et al.
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Abstract

Auf Grundlage zweier empirischer Forschungsprojekte zur Lebensführung von Familienernährerinnen wird dafür plädiert, den bisher stark erwerbsbezogenen Prekaritätsbegriff auf die Betrachtung von Prekarität im Lebenszusammenhang auszuweiten. Prekarität im Lebenszusammenhang wird als eine Gefährdungs- und Unsicherheitslage in verschiedenen Dimensionen der individuellen und familiären Lebensführung gefasst. Zusammenhänge zwischen Prekarisierung der Erwerbsarbeit und potenziellen Verschiebungen im Geschlechterarrangement werden ausschnitthaft untersucht. Der Beitrag nimmt die häusliche Arbeitsteilung der Partner in Haushalten mit weiblicher Familienernährerin in den Blick. Dabei zeigt sich, dass Neuverhandlungen im Geschlechterarrangement sich als Ressource zur Milderung der Folgen prekärer Arbeit erweisen können, während jedoch das Festhalten an traditionellen Rollenvorstellungen zu einer Verschärfung einer insgesamt prekären Lebenssituation beiträgt.

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Klenner, C., Pfahl, S., Neukirch, S., & Weßler-Poßberg, D. (2011). Prekarisierung im Lebenszusammenhang – Bewegung in den Geschlechterarrangements? WSI-Mitteilungen, 64(8), 416–422. https://doi.org/10.5771/0342-300x-2011-8-416

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