Abstract
Zusammenfassung Mason-I-Speichenköpfchenfrakturen werden konservativ frühfunktionell durch Entlastung über 6 Wochen behandelt. Mason-II-Frakturen mit Dislokationen über 10° oder einer Gelenkstufe von über 2 Bildmillimetern werden operiert. Biodegradierbare Implantate aus Polylaktid können unter den Knorpel versenkt und somit von der gesamten erreichbaren Gelenkfläche aus eingebracht werden. 35 Patienten wurden mit einem neuen Polylaktid-Composite-Stift stabilisiert und 34 nach durchschnittlich 38 Monaten nachuntersucht. 31 Patienten mit Mason-II-Frakturen wiesen im Mittel 96 von 100 möglichen Punkten im Broberg-Morrey-Score auf. Im CT wurden in 2 Fällen nach 18 und 24 Monaten passagere, erstgradige, asymptomatische Osteolysen beobachtet, die sich nach 6 Monaten vollständig zurückbildeten. Ab dem 2. Jahr waren die Stifte im konventionellen Röntgenbild nicht mehr sichtbar. Im CT waren über 5 Jahre eine stetige Implantatreduktion und Auffüllung der ehemaligen Stiftkanäle mit Knochen nachweisbar. Bei Trümmerfrakturen mit begleitender Halsfraktur sollte der Radiuskopf reseziert werden. Eine Radiuskopfprothese ist nur bei resultierender Instabilität notwendig und sollte dann so früh wie möglich implantiert werden.
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Prokop, A., Jubel, A., Hahn, U., & Rehm, K. (2004). Speichenk�pfchenbr�che: Wann soll wie operiert werden? Trauma Und Berufskrankheit, 6(S03). https://doi.org/10.1007/s10039-003-0724-1
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