Abstract
Die Digitalisierung bringt viele Veränderungen der Lebens-und Arbeits-welt mit sich. " Digital Leadership " bedeutet nicht, dass Führungs kräf-te denken und handeln sollen wie ein Computer. Es geht weiterhin um die Führung von Menschen, allerdings in ihrer Arbeit mit digita-len Informationen in digitalisierten Prozessen. Daher sollen die Mög -lichkeiten der Digitalisierung genutzt, gleichzeitig aber humane As pek-te der Arbeitsgestaltung nicht außer Acht gelassen werden. Der Bei trag zeigt verschiedene Führungsgrundsätze für digitalisierte Ar beits welten auf. Verwaltung und Management 22. Jg. (2016), Heft 5, S. 241-249 Teilen und Austausch schaffen Mehrwert. Klassische Prinzipien der Max-Weber-Welt, wie Hierarchie, Arbeitsteilung und Zuständigkeit geraten ins Wanken, Par-tizipation, Netzwerke und Kollaboration gewinnen an Bedeutung. Moderne technische Geräte, wie Smartphones, Fitnessarmbänder oder Da-tenbrillen werden zu neuen Sinnesorga-nen des Menschen, Sensoren lassen auch unbelebte Dinge und Orte kommunikativ und damit lebendig werden. Informations-aufnahme, -verarbeitung und -austausch sind unabhängig von Zeit und Ort, das Netz wird zum alles verbindenden Körper. Dies führt zum Verschwimmen bisheriger Grenzen, zur Auflösung von Arbeit und Freizeit. Grenzen verschwimmen indessen nicht nur in der Gegenwart. Erinnern und ver-gessen werden digitalisiert, damit wird Vergangenheit wiederherstellbar, aber auch nicht gelöscht 11 . Man hat den
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Hill, H. (2016). Führung in digitalisierten Arbeitswelten. Verwaltung & Management, 22(5), 241–249. https://doi.org/10.5771/0947-9856-2016-5-241
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