Wahlsysteme erneut betrachtet: Warum die Mehrheitswahl gerechter ist als die Verhältniswahl

  • Strohmeier G
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Über die Frage, welches Wahlsystem das beste sei, wird seit dem 19. Jahrhundert gestritten. Dabei werden immer wieder die gleichen Argumente („Gerechtigkeit“ vs. „Stabilität“) ausgetauscht, die sich zum Teil auf äußerst eindimensionale bzw. monokausale sowie kontextunabhängige Analysen stützen. In dem Beitrag werden zentrale Bewertungs- maßstäbe und Bewertungsebenen für Wahlsysteme definiert. Wesentliche Kontexte für die Wirkung von Wahlsystemen werden aufgezeigt und die Grundtypen von Verhältnis- und Mehrheitswahl auf der Basis des geschaffenen Bewertungsrasters sowie in Abhängigkeit der unterschiedlichen Kontexte analysiert. Zum Abschluss folgen kontextabhängige Emp- fehlungen zur Ausgestaltung von Wahlsystemen. Für parlamentarische Regierungssyste- me wird unter bestimmten Voraussetzungen die Mehrheitswahl (mit proportionaler Zusatzliste) empfohlen – allerdings nicht trotz, sondern wegen des Arguments der „Gerechtigkeit“ (auf den in parlamentarischen Regierungssystemen entscheidenden Bewer- tungsebenen). Für präsidentielle Regierungssysteme wird hingegen die (personalisierte) Verhältniswahl empfohlen – allerdings nicht trotz, sondern wegen des (fehlenden) Arguments der „Stabilität“

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Strohmeier, G. (2006). Wahlsysteme erneut betrachtet: Warum die Mehrheitswahl gerechter ist als die Verhältniswahl. Zeitschrift Für Politikwissenschaft, 16(2), 405–425. https://doi.org/10.5771/1430-6387-2006-2-405

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