Abstract
Patientenübergaben in allen Fachgebieten der Medizin variieren in der Art und in ihrem Ausmaß. Kommunikation kann unstrukturiert verlaufen und dann erheblich zu einem erhöhten Risiko für einen Zwischenfall beitragen. Es ist somit unverzichtbar, in allen Bereichen der Medizin strukturierte Übergabekonzepte zu etablieren. Die perioperative Medizin ist ein Hochrisikobereich, der aufgrund von organisatorischen Rahmenbedingungen und einer teilweise hohen Arbeitsbelastung besonders anfällig für Kommunikationsdefizite und -fehler ist. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert bereits seit 2005 ein strukturiertes Übergabekonzept, das die Information eines Patienten in einer inhaltlich vollständigen und konsequent eingehaltenen Reihenfolge wiedergibt. Das SBAR-Konzept („situation, background, assessment, recommendation“) ist ein einfach anzuwendendes Kommunikationskonzept, das bei konsequenter Verwendung mit einer verbesserten Qualität der Übergabe assoziiert ist. In diesem Übersichtsartikel werden einfache Hilfsmittel für eine klare und konsistente Kommunikation dargestellt. Sie sind essenziell für eine effektive Teamarbeit und die Gewährleistung der Patientensicherheit. Anhand des SBAR-Konzepts werden die Effektivität einer strukturierten Patientenübergabe sowie die Möglichkeiten der Implementierung in den klinischen Alltag und potenzielle Barrieren anhand der bisher erschienenen Literatur aufgearbeitet. Kommunikationsdefizite zwischen den Berufsgruppen können so schneller identifiziert und durch Einführung eines strukturierten Übergabekonzepts reduziert werden.
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Merkel, M. J., von Dossow, V., & Zwißler, B. (2017). Erratum zu: Strukturierte Patientenübergabe in der perioperativen Medizin. Der Anaesthesist, 66(8), 603–603. https://doi.org/10.1007/s00101-017-0343-z
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