Abstract
3 2015 hat die Staatengemeinschaft eine wirklich gute Nachricht aus New York in die Welt ge-sandt: In der Verabschiedung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung liegt ein klares Be-kenntnis zur gemeinsamen Verantwortung, rund um den Globus für gute Lebensperspektiven heutiger und künftiger Generationen zu sorgen. Die Arbeit an der Agenda ist ein Beispiel vorbild-licher internationaler Kooperation. Das Ergebnis zeigt, dass ein globaler Schulterschluss in zentra-len Zukunftsfragen möglich ist. Dieser Erfolg steht für sich. Aber nachhaltig wirkt er nur, wenn wir uns unseren selbstge-steckten Zielen tatsächlich Schritt für Schritt an-nähern. Die Bundesregierung hat sich früh auf diesen anspruchsvollen Weg gemacht. An-spruchsvoll ist er, weil er von uns einen grundle-genden Wandel unseres Handelns erfordert – sowohl auf nationaler als auch auf europäischer und internationaler Ebene. Dabei können wir in Deutschland darauf auf-bauen, dass der Nachhaltigkeitsgedanke eine lange Tradition hat. Bereits vor über 300 Jahren beschrieb Hans Carl von Carlowitz in seiner forstwirtschaftlichen Studie das Nachhaltigkeits-prinzip. Erstmals systematisch und umfassend Einzug in die Politik hielt es im Jahr 2002. Die da-mals beschlossene nationale Nachhaltigkeits-strategie hat die Bundesregierung bis heute kon-tinuierlich weiterentwickelt und damit eine Nachhaltigkeitsarchitektur geschaffen, die uns nun als solide Grundlage für die nationale Um-setzung der Agenda 2030 dient.
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Mumm, G. (2016). Die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie. Die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie. Springer Fachmedien Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-13855-4
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