Kalziumphosphat vs. Polymethylmethacrylat

  • Blattert T
  • Weckbach A
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Derzeitiger Zementstandard für die Kypho-/Vertebroplastie ist Polymethylmethacrylat (PMMA), das jedoch durch fehlende ossäre Integrationsfähigkeit und eingeschränkte Biokompatibilität gekennzeichnet ist. Die vorliegende prospektive, randomisierte Studie überprüft die Eignung von Kalziumphosphat zur Augmentation thorakolumbaler Wirbelkörperfrakturen im Rahmen der perkutanen Ballonkyphoplastie und vergleicht sie mit einer PMMA-Kontrollgruppe. 22 Wirbelkörperfrakturen bei 19 Patienten wurden eingeschlossen. 14-mal wurde Kalziumphosphat, 8-mal PMMA injiziert. Postoperativ äußerten 16 Patienten eine Schmerzlinderung. Die durchschnittliche Aufrichtung des Grund-/Deckplattenwinkels betrug 5,4°. Ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen beiden Gruppen wurde nicht nachgewiesen. Zementspezifische Komplikationen waren für PMMA Gefäßembolisation (n=2) sowie für Kalziumphosphat partielles „Auswaschen“ des Zements (n=1) und radiologischer Korrekturverlust (n=3) durch Zementversagen. Der Einsatz von Kalziumphosphat für die Kyphoplastie kann derzeit nicht generell empfohlen werden. Aufgrund der im Vergleich zu PMMA reduzierten Widerstandskraft gegen Biege-, Zug- und Scherkräfte besteht ein u. U erhöhtes Risiko für Zementversagen und damit für einen postoperativen Korrekturverlust.

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Blattert, T. R., & Weckbach, A. (2004). Kalziumphosphat vs. Polymethylmethacrylat. Trauma Und Berufskrankheit, 6(S02). https://doi.org/10.1007/s10039-003-0793-1

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