Abstract
Die konservativen Therapiemöglichkeiten bei Arthrose haben sich in den letzten Jahren deutlich geändert. Oft subjektive Therapieempfehlungen wurden insbesondere durch die EULAR aufgrund der Studienlage auf objektivierbare evidenzbasierte Daten begründet. An erster Stelle steht für den Patienten die Anpassung des Lebenswandels, die leider zu selten erfolgt. Im klinischen Alltag haben SYSADOA sowie Hyaluronsäuren in den letzten Jahren eine zunehmende Verwendung gefunden. Zu beiden Therapieansätzen gibt es evidenzbasierte Grundlagen. Verschiedene Untersuchungen ergaben, dass Glukosamin- und Chondroitinsulfat in entsprechender Dosierung und Langzeitbehandlung (mindestens 3 Monate) einen signifikanten Effekt bei Arthrose aufweisen. Besonders vorteilhaft scheint hier die Möglichkeit der Einsparung von nichtsteroidalen Antirheumatika. Die Verwendung der Hyaluronsäure hat durch eine kürzlich publizierte Cochrane-Studie eine neuerliche wissenschaftliche Basis erhalten, da sie im Stadium der Früh- und Mittelarthrose einen deutlich positiven Effekt auf den Krankheitsverlauf und das Schmerzempfinden der Patienten hat. Auch ist durch Hyaluronsäure eine Reduktion der Verwendung nichtsteroidaler Antirheumatika möglich.
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Jerosch, J., & Schulz, A. (2007). Moderne konservative Arthrosetherapiekonzepte in der Praxis. Trauma Und Berufskrankheit, 9(S3), S359–S364. https://doi.org/10.1007/s10039-007-1283-7
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