Abstract
Das Konzept der Risiko-Governance beschreibt einen integrierten Ansatz, wie mit Risi- ken – und dabei insbesondere mit komplexen, unsicheren oder kontrovers diskutierten Risiken – umgegangen werden kann. Dabei bezieht sich der Risiko-Governance Ansatz auf die Integration verschiedener, bislang meist getrennt betrachteter Aktivitäten wie die technische-naturwissenschaftliche Risikoabschätzung, das Risikomanagement und die Risikokommunikation. Der Schwerpunkt dieses Beitrages liegt auf den zentralen fünf Phasen des Risiko-Governance Ansatzes: Pre-Assessment, Risikoabschätzung (technisch und gesellschaft- lich), Risikoevaluation und Risikocharakterisierung, Risikomanagement sowie Risikokommunikation. Diese Phasen werden auf die besonderen Herausforderungen, Probleme und Risiken der deutschen Energiewende angewandt. Nur die Integration von technischer, ökonomischer und sozialwissenschaftlicher Expertise bietet eine adäquate Entscheidungsgrundlage für ein erfolgreiches Risikomanagement der Energiewende. Darin eingebettet ist der Dialog mit der Öffentlichkeit, vor allem bei unsicheren und kontrovers diskutierten Risiken.
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Kemfert, C., Schill, W.-P., & Traber, T. (2013). Energiewende in Deutschland – Chancen und Herausforderungen. Vierteljahrshefte Zur Wirtschaftsforschung, 82(3), 5–9. https://doi.org/10.3790/vjh.82.3.5
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