Abstract
Durch Aufdampfen von Sb bei gleichzeitiger Kühlung der Auffangfläche mit flüssiger Luft und bei Gegenwart von Fremdatomen (Kohlenwasserstoffen) konnten amorphe Schichten hinreichender Dicke hergestellt werden, ebenso durch Elektrolyse einer stark salzsauren Lösung von SbCl3 (explosibles Antimon). Die erhaltenen Periodenwerte, Atomzahlen und Atomabstände sind in zwei Tabellen zusammengestellt. In Übereinstimmung mit dem Sb-Gitter hat jedes Atom, abgesehen von den Randbezirken, auch im amorphen Zustand 3 nächste Nachbarn. Weiter zeigt sich, daß in den amorphen Aufdampfschichten von Sb eine mehr oder weniger ausgebildete Schichtstruktur vorliegt, die allerdings von der des zugehörigen Gitters verschieden ist. Diese Schichten folgen mit größerem Abstand (rK1 = 3,85 Å) als im Sb-Gitter (r2 − rK1 = 3,37 Å) aufeinander. Im explosiblen Sb sind beide Phasen, die amorphe und die kristalline, gleichzeitig vorhanden; die kristalline allerdings in äußerst feiner Verteilung. Diese gemischte Phase wird häufig auch beim Aufdampfen erhalten. Beim Lagern bildet sich eine stärkere Ordnung in den amorphen Schichten heraus, und zwar entweder in Richtung zur Gitterstruktur oder zur Idealstruktur der amorphen Phase (Atomlagerung mit größtmöglicher Ordnung) von Sb. Bei mechanischer Erschütterung oder beim Tempern [formula omitted] gehen die amorphen Schichten plötzlich in den zugehörigen kristallinen Zustand über. © 1954, Walter de Gruyter. Alle Rechte vorbehalten.
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Richter, H., Berckhemer, H., & Breitling, G. (1954). Struktur des amorphen Antimons. Zeitschrift Fur Naturforschung - Section A Journal of Physical Sciences, 9(3), 236–252. https://doi.org/10.1515/zna-1954-0306
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