Tierwohl in der Landwirtschaft

  • Gauly M
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Kapitel: Tierethik im Spannungsfeld von Tierwohl, Landwirtschaft und Agrarpolitik: Kapitel zitieren nicht ganzes Buch Einzahlung in Initiative Tierwohl (ITW) 2019 bei 6,25 Cent/kg verkauftem Schweinefleisch; ergibt ca. 130 Mio.€ im Jahr für Zahlungen an die Landwirte (S.278); Kapitel: Tierwohl in der Landwirtschaft: Kapitel zitieren nicht ganzes Buch Wissenschaftlicher Beirat für Agrarpolitik beim BMEL sieht Notwendigkeit eines grundlegenden Wandels der Nutztierhaltung (S.317); Rückgang der Betriebe und Größenwachstum: solche Konzentrationsprozesse finden in allen Wirtschaftsbereichen statt werden in der Landwirtschaft jedoch kritisch gesehen, da ein Zusammenhang mit Tierwohl und Tiergesundheit unterstellt wird (S.320); Dabei zeigen sich durchaus Vorteile der Konzentration: weniger Verluste und bessere Tierische Leistungen und somit auch bessere Bioeffizienz (S.321); Aber es gibt auch negativer Effekte regionaler Konzentration der Tierhaltung: z.B. hohe N-Salden, Grundwasserbelastungen und Emissionen (S.321); Hinzu kommt dass in Intensivregionen aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen (Umweltregelungen, Abstandsregeln) bestimmte Haltungsverfahren wie (Auslauf, Freiland) nicht zulassungsfähig sind. An dieser Stelle werden die Effekte und Zielkonflikte zwischen regionaler Konzentration, Umweltbelastung und Tierwohl deutlich (S.321); an Initiative Tierwohl (ITW) nehmen 2020 ca. 7000 Betriebe teil (S.326); Größenwachstum tierhaltender Betriebe sieht die Öffentlichkeit im Widerspruch zur Tiergerechtheit; Wachstum erfolgt vor allem zur Steigerung der Ressourceneffizeinz (S.330); Bestandsgröße ist nicht als Indikator für unzureichendes Tierwohl geeignet, d.h. hohe Bestandszahlen deuten nicht automatisch auf niedriges Tierwohlniveau hin (S.330)(S-M Hamme 2015 zitieren); Defizite in Tierwohl und Umweltschutz haben in Kombination mit Änderung der Mensch-Tier-Beziehung zu geringerer Akzeptanz der Nutztierhaltung geführt. Daraus erwächst Bedrohung für Existenz der Nutztierhaltung in Europa. Abwanderung der Erzeugung ins Ausland würde vermutlich zu Verschlechterung der Tierwohl-Situation führen (S.331); Leitlinien für zukunftsfähige Tierhaltung aus Sicht des Tierschutzes formuliert vom WBA (BMEL): Klimazonen/Außenklima, Funktionsbereiche, artgemäße Beschäftigung, Verzicht auf Amputationen, Eigenkontrollen, reduzierter Arzneimitteleinsatz, verbesserter Wissensstand der Tierbetreuenden Personen, stärkere Berücksichtigung funktionaler Merkmale in der Zucht (S.331). gewisse Punkte davon sind leicht kostenneutral umzusetzen andere stellen erhebliche Herausforderungen dar und führen zu Kostensteigerungen. Daher muss sichergestellt werden dass es nicht zu einseitiger Kostenbelastung der Landwirtschaft kommt wodurch Produktion ins Ausland abwandern würde mit geringeren Tierwohlstandards (S.332); „Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung“ empfiehlt grundlegenden und langfristigen Umbau der deutschen Tierhaltung hin zu mehr Tierwohl und Umweltschutz (S.332); Dies soll schrittweise bis 2040 erfolgen. Mit angenommenen Kosten von 1,2 -3,6 Mrd.€ Jährlich. Erfolgen keine Veränderungen sieht auch die Kommission eine Abwanderung ins Ausland aufgrund sinkender Akzeptanz als Konsequenz (S.333);

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Gauly, M. (2021). Tierwohl in der Landwirtschaft. In Mensch – Tier – Gott (pp. 317–336). Nomos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG. https://doi.org/10.5771/9783748907084-317

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