Ursachen der Geschlechterdifferenz in der Lebenserwartung

  • Luy M
N/ACitations
Citations of this article
6Readers
Mendeley users who have this article in their library.

Abstract

Die unterschiedliche Lebenserwartung von Frauen und Männern gehört zu den am weitesten bekannten demo- graphischen Phänomenen. Generell wird die längere Lebenserwartung der Frauen durch das Zusammen- spiel vieler verschiedener Faktoren hervorgerufen, die sich grob in die zwei Kategorien der biologischen und der nicht-biologischen Faktoren unterteilen lassen. Welcher Anteil der Gesamtdifferenz diesen beiden Ur- sachenkategorien zuzuschreiben und welches Geschlecht stärker für die Unterschiede in der Lebenserwartung verantwortlich ist, sind jedoch bis heute noch weitest- gehend ungeklärte Fragen. Die in diesem Beitrag präsentierte Analyse der Lebens- erwartung von bayrischer Kloster- und westdeutscher Allgemeinbevölkerung verdeutlicht, dass (1.) der grösste Teil der «männlichen Übersterblichkeit» und die Ausweitung der geschlechtsspezifischen Sterblich- keitsunterschiede nicht auf biologische Ursachen zu- rückzuführen sind und dass (2.) primär die Männer für Ausmass und Entwicklung der Geschlechterdifferenzen in der Lebenserwartung verantwortlich sind.

Cite

CITATION STYLE

APA

Luy, M. (2011). Ursachen der Geschlechterdifferenz in der Lebenserwartung. Swiss Medical Forum ‒ Schweizerisches Medizin-Forum, 11(35). https://doi.org/10.4414/smf.2011.07594

Register to see more suggestions

Mendeley helps you to discover research relevant for your work.

Already have an account?

Save time finding and organizing research with Mendeley

Sign up for free