Winkelstabile Plattenosteosynthese der distalen Tibia

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Zusammenfassung Bereits mit herkömmlichen Osteosyntheseplatten wurde versucht, eine biologische Osteosynthese ohne Denudierung der Fragmente zu erzielen—mit der Gefahr des primären oder sekundären Repositionsverlusts. In den letzten Jahren wurden winkelstabile Plattenfixateure entwickelt, darunter 2 für die distale Tibia (LCP-Pilonplatte, distale LCP-Tibiaplatte). Sie stellen eine Bereicherung des traumatologischen Implantatspektrums dar. Bei sehr weit distal gelegenen Tibia- und bei Pilon-tibial-Frakturen konkurrieren diese mit der herkömmlichen Plattenosteosynthese. Sowohl die geometrischen Daten der winkelstabilen Verriegelungsschrauben als auch die Tatsache, dass sie mit ihrem Kopfgewinde fest in der Platte verankert sind, machen deutlich, dass sie nicht als Zugschrauben geeignet sind, sondern in der Platte winkelstabil verankerte Bolzen darstellen. Dies muss bei der Planung der Osteosynthese berücksichtigt werden. Meist müssen zusätzlich Kompressionsschrauben eingesetzt werden. Da die neuen Implantate und Schrauben wesentlich teurer sind als herkömmliche Systeme, muss der Einsatz jeder einzelnen Schraube sowohl aus ökonomischer als auch aus biomechanischer Sicht hinterfragt werden. Beim kombinierten Einsatz von Verriegelungsschrauben und Kleinfragmentschrauben ist der mögliche Repositionsverlust zu bedenken.

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Mayr, E. (2004). Winkelstabile Plattenosteosynthese der distalen Tibia. Trauma Und Berufskrankheit, 6(S02). https://doi.org/10.1007/s10039-003-0777-1

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