Abstract
Patienten mit Erkrankungen des rechten Ventrikels (RV) leiden an einer hohen Morbidität und Mortalität. Eine akute RV-Insuffizienz entsteht durch eine Änderung der Vorlast (= Preload) b zw. der diastolischen Füllung, durch eine Reduktion der Kontraktilität (= Inotropie) oder durch eine Erhöhung des Gefässwiderstandes (= Afterload). Die wichtigsten Ursachen für die Entwicklung einer RV-Insuffizienz sind die pulmonale Hypertonie, die koronare D urchblutungsstörung des RVMyokards, und die RV-Dysfunktion nach herzchirurgischen Eingriffen. Durch die interventrikuläre Interdependenz kommt es bei einer RV-Insuffizienz zu einem atemabhängigen Abfall des Schlagvolumens, was einen Pulsus paradoxus auslösen kann. Die diastolische Druckerhöhung im rechten Ventrikel bewirkt eine Stauung der gastrointestinalen Organe und führt zu Aszites, einer Cirrhose cardiaque und einem enteralen Protein-verlustsyndrom. Supraventrikuläre Arrhythmien sind häufige Komplikationen der RV-Insuffizienz und führen regelmässig zu einer hämodynamischen Instabilität. Die Diagnostik der Rechtsherzinsuffizienz beinhaltet die gründliche Anamnese und körperliche Untersuchung, Messung laborchemischer Parameter , ein Thoraxröntgenbild sowie ein Elektrokardiogramm. Bei den bildgebenden Methoden steht die transthorakale und transösophageale Echokardiographie im Vordergrund; gelegentlich sind auch eine Computer-beziehungsweise Magnet-Resonanz-Tomographie des Herzens indiziert.
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Rudiger, A., Breitenstein, A., Bosshart, M., & Bettex, D. (2012). Die akute Rechtsherzinsuffizienz. Teil 1: Mechanismen und Diagnostik. Swiss Medical Forum ‒ Schweizerisches Medizin-Forum, 12(17). https://doi.org/10.4414/smf.2012.01058
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