Abstract
Die gegenwärtige Diskussion um Selbstorganisation ist in den Betriebs- und Sozialwissenschaften häufig gekennzeichnet durch eine normative Aufladung eines eigentlich wertfreien Ordnungsgeschehens. Das gilt besonders für die Verknüpfung von Selbstorganisation und Sinn. Für eine sachliche Betrachtung des Zusammenhangs ist zum einen klarzustellen, in welcher kontextuellen Einbettung Selbstorganisation betrachtet wird. Zum anderen soll geklärt werden, mit welchem Konzept von „Sinn“ argumentiert wird. Der vorliegende Beitrag betrachtet vorrangig die Selbstorganisation innerhalb von Betrieben und Unternehmen, also formale Machtgefüge. Sinn wird dabei als transzendentes Phänomen der geistigen Person verstanden und eng mit dem individuellen Werterleben verknüpft. Der Beitrag untersucht Selbstorganisation im Hinblick auf das damit verbundene Sinnpotenzial für die beteiligten Individuen. Es geht im Kern um die Frage, ob Selbstorganisation für die Beteiligten mit einem Wert- und Sinnfühlen verbunden ist und welche Bedingungen hierbei zu beachten sind.
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Jung, R. H. (2020). Selbstorganisation und die Sinnfrage (pp. 41–53). https://doi.org/10.1007/978-3-658-27048-3_3
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