Abstract
Mit Beginn des Wintersemesters 2001/2002 hat die Universit{ä}t St. Gallen als Early Mover eine radikale bologna-konforme Neukonzeption der gesamten Lehre mit drei Stufen (Assessment, Bachelor, Master) und drei S{ä}ulen (Kontakt-, Selbst- und Kontextstudium) eingef{ü}hrt. Dabei wird e-Learning nicht als Selbstzweck, sondern zur Unterst{ü}tzung der anspruchsvollen didaktischen Ziele eines mediengest{ü}tzten Selbststudiums eingesetzt und in diesem Rahmen der Realisierung didaktischer Mehrwerte verpflichtet. Das Selbststudium mit einem verpflichtenden Umfang von 25{%} des Studien- und Pr{ü}fungsvolumens hat eine radikal neue Organisations- und Prozessstruktur der Lehre, technische Ver{ä}nderungen, den Aufbau differenzierter Supportleistungen sowie die Umgestaltung der Anreizstruktur verlangt. Umfangreiche {Ä}nderungen der Kompetenzanforderungen aller Beteiligten und Betroffenen sind wesentliche Bestandteile des Ver{ä}nderungsprozesses. Im Rahmen eines Portfolios an Projekten wurden Leuchtturmprojekte mit niedrigschwelligen Angeboten kombiniert und Massnahmen zur Unterst{ü}tzung des Inter- und Intra-Projektlernens organisiert. Die erreichten {Ä}nderungen sind einem Qualit{ä}tsmanagement unterworfen und greifen nachhaltig.
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Euler, D., & Wilbers, K. (2007). Radikaler, bologna-konformer Change an einer Hochschule am Beispiel des Selbststudiums der Universität St. Gallen. Zeitschrift Für Hochschulentwicklung, (05). https://doi.org/10.3217/zfhd05/02
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