Ein einfach koordiniertes Silizium(II)‐Kation: Ein kristallines “Supersilylen”

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Einfach koordinierte Silizium(II)‐Kationen werden als reaktive Ambiphile angesehen, die die typische hohe Lewis‐Acidität von Siliziumkationen mit Nucleophilie durch die Gegenwart eines freien Elektronenpaars am selben Atom vereinigen. Nun wurde ein Carbazolderivat als Substituent genutzt, um Salze mit einem einfach koordinierten Silizium(II)‐Kation [RSi] + , (R=sterisch anspruchsvoller Carbazolylsubstituent), durch Halogenidabstraktion von einem basenfreien Iodosilylen mit Ag[Al(O t Bu F ) 4 ] darzustellen. Trotz der sterischen Abschirmung beweist das Silylenyliumkation [RSi] + hohe Reaktivität. Es wurde gezeigt, dass durch Umsetzung mit einem Amin drei Bindungen am Siliziumatom in einer Reaktion gebildet werden können, was mit dem Konzept eines “Supersilylens” einhergeht. Das so durch oxidative Addition einer NH‐Bindung an [RSi] + erhaltene Silyliumion [RSi(H)NR′ 2 ] + (in der Oxidationsstufe Si IV ) ist noch acider als das Silylenyliumion (Si II ), da kein freies Elektronenpaar am Siliziumatom mehr vorhanden ist.

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Hinz, A. (2020). Ein einfach koordiniertes Silizium(II)‐Kation: Ein kristallines “Supersilylen.” Angewandte Chemie, 132(43), 19227–19231. https://doi.org/10.1002/ange.202009874

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