Gemeinwohlbilanz und Balanced Scorecard – Überlegungen für eine Annäherung

  • Gehra W
  • Schmidt J
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Seit 2010 hat die Initiative der Gemeinwohl-Ökonomie in Europa und Südamerika eine Vielzahl von Menschen, Unternehmen und Kommunen inspiriert, ihr Handeln am Gemeinwohl auszurichten. Hintergrund ist die Vision der Gemeinwohl-Ökonomie, eine Marktwirtschaft zu etablieren, die wirtschaftliches Handeln in Einklang mit ethischen Werten bringt. Eine Werte-Bezugsgruppen-Matrix dient hierbei als Orientierungssystem der Berichterstattung und Entwicklung sowie als Zielsystem für die externe Bewertung unternehmerischen Handelns. In diesem Beitrag wird die Verbindung der Gemeinwohl-Matrix mit der Balanced Scorecard vorgestellt. Durch die Verknüpfung beider Systeme fungiert die Gemeinwohl-Matrix über ihre Funktionen als Nachhaltigkeitsbericht und Organisationsentwicklungsinstrument hinaus auch als Teil der betriebswirtschaftlichen Steuerung und profitiert somit von der strategischen Relevanz des etablierten Management-Tools. Die in vielen Organisationen verfügbare Datenbasis zur Kennzahlenermittlung im Rahmen der Balanced Scorecard-Erstellung erleichtert den Einstieg in ein gemeinwohlorientiertes Wirtschaften und befruchtet durch einfache Anpassungsprozesse die Strategieimplementierung. Es wird davon ausgegangen, dass eine nachhaltige Einflussnahme umso mehr wirkt, je tiefer die Zielorientierung auf das Gemeinwohl hin in der DNA des wirtschaftlichen Denkens und Handelns von Organisationen implantiert ist.

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Gehra, W., & Schmidt, J. (2020). Gemeinwohlbilanz und Balanced Scorecard – Überlegungen für eine Annäherung (pp. 101–135). https://doi.org/10.1007/978-3-658-29379-6_6

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