Elektrifizierung der organischen Synthese

  • Wiebe A
  • Gieshoff T
  • Möhle S
  • et al.
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Die direkte Nutzung von Elektrizität für die organische Synthese erlebt derzeit eine Renaissance. Von den eher syntheseorientierten Laboratorien, die auf diesem Gebiet arbeiten, werden neuartige oder althergebrachte Konzepte genutzt, um den Weg von der Nischentechnologie zu breiteren Anwendungen zu ebnen. Da nur Elektronen als Reagens genutzt werden, wird die Bildung von Abfallreagentien effizient vermieden. Darüber hinaus können stöchiometrische Reagentien regeneriert werden und ermöglichen eine elektrokatalysierte Umsetzung. Die Anwendung von elektroorganischen Transformationen ist jedoch mehr als nur die Minimierung des Abfallaufkommens; sie führt vielmehr zu inhärent sicheren Prozessen, zur Abkürzung vieler Synthesestufen, zu milderen Reaktionsbedingungen, zu alternativen Zugängen zu gewünschten Struktureinheiten sowie zur Schaffung neuer Bereiche für geistiges Eigentum (Patente). Wenn die verwendete Elektrizität aus regenerativen Ressourcen stammt, kann dieser Stromüberschuss direkt als terminales Oxidations‐ oder Reduktionsmittel eingesetzt werden, was eine äußerst nachhaltige und damit hochattraktive Technologie darstellt. Dieser Aufsatz gibt einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiet der elektrochemischen Synthese, welche die Zukunft dieses stark aufstrebenden Gebietes beeinflussen werden.

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Wiebe, A., Gieshoff, T., Möhle, S., Rodrigo, E., Zirbes, M., & Waldvogel, S. R. (2018). Elektrifizierung der organischen Synthese. Angewandte Chemie, 130(20), 5694–5721. https://doi.org/10.1002/ange.201711060

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