Abstract
Ziel des künstlichen Hüftgelenkersatzes sollten die dauerhafte Fixation und die schmerzfreie Funktion der Prothesenkomponenten im Knochen und die Minimierung des Abriebs zwischen den Gleitpartnern sein. Trotz der Optimierung von Knochenzement und Zementiertechnik wird die Frage, ob zementierte oder unzementierte Hüftendoprothesensysteme bessere langfristige Ergebnisse erzielen, kontrovers diskutiert. Es werden die Grundlagen der zementierten und unzementierten Prothesenimplantation, der Operationstechniken sowie der damit verbundenen Ergebnisse und Komplikationen dargestellt. Trotz sämtlicher Vorteile der zementfreien gegenüber der zementierten Prothesenimplantationen zeigen Erstere zwar gute Kurzzeitergebnisse, jedoch sind Langzeitergebnisse mit einer Nachuntersuchungszeit von mehr als 10 Jahren nur für eine begrenzte Zahl unzementierter Implantate vorhanden. Somit sollte derzeit, bis Langzeitergebnisse über 15 Jahre für die auf dem Markt befindlichen zementfreien Prothesensysteme vorliegen, die zementierte Verankerung seit Einführung und Anwendung der 2. Generation der Zementiertechniken und der damit einhergehenden Senkung des Revisionsrisikos um etwa 20%, trotz der technisch anspruchsvolleren Implantation, als Standard gelten.
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Özkir, S., Droste, P., & Echtermeyer, V. (2007). Wann wird zementiert? Trauma Und Berufskrankheit, 9(S3), S351–S358. https://doi.org/10.1007/s10039-007-1301-9
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